So­cial De­sign ist en vo­gue. Man könn­te mei­nen, es ent­steht ei­ne neue ei­gen­ständi­ge Dis­zi­p­lin. Da­bei sind die Pro­zes­se und Werk­zeu­ge zur Ab­bil­dung mög­li­cher Zu­künf­te, Pro­duk­te, Räume, Bot­schaf­ten und Sze­na­ri­en ty­pisch de­sig­ne­risch. Doch der Fo­kus auf die Ge­stal­tung mit ge­sell­schaft­li­chem An­lie­gen stellt das Ge­mein­wohl in den Vor­der­grund des Ent­wer­fens. Das ist nicht völ­lig neu, doch für die heu­ti­ge Zeit im­mer wich­ti­ger. Um so­zia­le Wer­te zu er­hal­ten und zu er­zeu­gen wer­den im De­sign ei­ne kon­se­qu­en­te ge­mein­woh­lo­ri­en­tier­te Hal­tung und Me­tho­den zur Ver­dich­tung von Em­pa­thie benö­tigt. Da­mit ver­ände­rt sich das Selbst­ver­ständnis des De­signs. So­cial De­sign ver­steht sich als ei­ne Mög­lich­keit, um durch De­sign die Ge­sell­schaft von mor­gen be­wusst mit­zu­ge­stal­ten. Der Bei­trag wird auf­zei­gen, wel­che Rol­le die De­si­gn­aus­bil­dung spielt, um ei­ne ge­mein­woh­lo­ri­en­tier­te De­sign­hal­tung zu ent­wi­ckeln.

Ni­co­las Beu­cker (*1970 in Düs­sel­dorf ) stu­dier­te In­du­s­trial De­sign an der Uni­ver­sität Essen. Nach sei­nem Stu­di­um war er als Wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter Mit­be­grün­der des In­sti­tut für Er­go­no­mie und De­sign­for­schung an der Uni­ver­sität Du­isbu­rg Es­sen. 2005 er­hielt Ni­co­las Beu­cker den Ruf an die Hoch­schu­le Nie­der­r­hein wo er im Fach­be­reich De­sign das Lehr­ge­biet pu­b­lic & so­cial de­sign ver­tritt. Von 2008-2013 war Ni­co­las Beu­cker De­kan des Fach­be­reichs De­sign der Hoch­schu­le Nie­der­r­hein. Zur Ver­tie­fung ge­sell­schaft­li­cher Ge­stal­tungs­fra­gen in­i­ti­ier­te Ni­co­las Beu­cker das Kom­pe­tenz­zen­trum So­cial De­sign. Sein Fo­kus in Leh­re und For­schung gilt iden­ti­tätsst­i­fte­nden öf­f­ent­li­chen Räumen und de­ren Be­deu­tung für so­zia­le Ent­wick­lun­gen.